Süßes aus Tirol: Honig, Schokolade & Bergsirupe
Ein Glas Zillertaler Bienenhonig auf dem Frühstücksbrett, eine Tafel mit Bergmarille zum Nachmittagskaffee, ein Spritzer Hollerblütensirup im Glas — die süße Seite Tirols ist nicht laut. Sie kommt in kleinen Gläsern, handgemacht, aus Tälern, in denen man die Bienen noch hört.
Dieser Guide führt durch drei Welten: Honig, Schokolade und Bergsirupe. Was dahintersteckt, wie es schmeckt, und wofür man es verwendet.
Honig aus dem Zillertal — mehr als Süße

Zillertaler Wiesenblütenhonig kommt von kleinen Imkern im Zillertal — Betriebe, bei denen die Beuten noch auf Bergwiesen stehen, wo Rotklee, Löwenzahn und Wiesensalbei blühen. Das 250-g-Glas ist deshalb keine standardisierte Massenware: Farbe und Konsistenz variieren je nach Saison und Standort.
Im Glas sieht man das sofort. Der Honig ist goldgelb bis bernsteinfarben, je nachdem wann und wo die Bienen gesammelt haben. Er schmeckt blumig-mild, mit einem leicht würzigen Nachklang von Bergkräutern — kein Einheitssüß, sondern eine Wiese im Glas.
Wie man ihn verwendet: Der Zillertaler Bienenhonig passt hervorragend zu einem reifen Bergkäse — der Kontrast aus Würze und Süße macht eine schlichte Jausn zu etwas Besonderem. Auf frisch gestrichener Sennbutter ist er ein klassisches Tiroler Frühstück. Ein Löffel im Naturjoghurt ersetzt jeden Fertigbelag.
Honig mit Nüssen: Walnuss & Haselnuss

Eine Stufe weiter geht der Honig mit Nüssen — Walnuss oder Haselnuss, eingelegt in flüssigen Honig. Die Nüsse nehmen die Süße auf, werden weich und aromatisch. Ein Aufstrich, der für sich allein überzeugt — auf Bauernbrot, neben Käse, oder als schnelles Dessert mit einem Stück dunkler Schokolade.
→ Mehr zur Herkunft des Honigs und den Imkern dahinter: Zillertaler Bienenhonig — Imker-Porträt
→ Wie Honig und Käse zusammenpassen: Honig zu Käse — die besten Paare
Tiroler Schokolade — Bergmarille, Preiselbeere & mehr

Tiroler Schokolade mit Bergmarille schmeckt nach Spätsommer-Nachmittag. Die Bergmarille — eine Aprikosenvarietät, die in den Bergen wächst — bringt ein intensives, leicht säuerliches Fruchtaroma, das sich in der Milchschokolade verankert, ohne von ihr erschlagen zu werden. Beim Abbeißen kommt erst die cremige Schokolade, dann ein langer, fruchtiger Nachklang.
Das Sortiment an Tiroler Schokoladen ist breiter als viele erwarten:
- Milchschokolade mit Bergmarille — fruchtig, cremig, typisch Tirolerisch
- Milchschokolade mit Erdbeer & Bergminze — süß und kühl, ein Sommer-Stück
- Edelbitter mit Joghurt & Preiselbeeren — die Bitterkeit der dunklen Schokolade trifft auf die dezente Säure von Preiselbeere und Joghurt
- Edelbitter mit Alpenkräutern & Karamell — kräuterig, warm, karamellig — komplex ohne Aufhebens
- Glocknerkugeln — Tiroler Pralinen aus Osttirol, benannt nach dem Großglockner
Glocknerkugeln: Pralinen aus Osttirol

Die Glocknerkugeln sind das Mitbringsel aus Osttirol, das man dann doch selbst aufmacht. Kleine Pralinen, außen Schokolade, innen weich — ein Stück Handwerk, das ohne großes Marketing auskommt. Der Name kommt vom Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, der direkt aus Osttirol aufsteigt.
→ Alle Sorten im Detail: Tiroler Schokolade — Verkostung
→ Glocknerkugeln als Mitbringsel: Glocknerkugeln — das Osttiroler Mitbringsel
Tiroler Bergsirupe — vom Holunder bis zur Preiselbeere

Hollerblütensirup duftet wie eine Wiese im Juni. Das ist kein Werbeversprechen — wer im Mai oder Juni an einem blühenden Holunderstrauch vorbeigeht, erkennt diesen Duft sofort wieder. Die Blüten werden kurz nach dem Aufgehen geerntet, der Sirup entsteht in kleinen Mengen. Ab Juli ist die Saison vorbei.
Das macht den Hollerblütensirup zum Saisonprodukt mit Datum: wer ihn haben möchte, sollte nicht bis August warten.
Das Sirupe-Sortiment im Überblick
Die Tiroler Bergsirupe bei TIROLISH umfassen sechs Sorten — jede mit eigenem Charakter:
- Hollerblütensirup — blumig, zart, saisonal (Mai/Juni)
- Heidelbeersirup — dunkel, säuerlich-fruchtig, typisch für die Almwiesen
- Preiselbeersirup — die Tiroler nennen die Preiselbeere auch "Grantn", der Sirup heißt bei uns gern Grantnwassal: herb, dunkelrot, intensiv
- Schwarze Holunderbeere — kräftiger als die Blüte, tieffruchtig
- Johannisbeersirup — hellrot, säuerlich, sehr vielseitig
Wie man die Tiroler Bergsirupe verwendet
Mit Mineralwasser aufgegossen ergibt sich ein einfacher Spritzer, der nach Tirol schmeckt. Mit Prosecco oder Sekt als sommerlicher Aperitif. Als Dessert-Sauce über Vanilleeis oder Joghurt. Und in Cocktails — der Hollerblütensirup macht aus einem einfachen Gin Tonic etwas, das nach Bergwiese riecht.
Wer die volle Auswahl sehen möchte: alle Tiroler Sirupe gibt es in der Sirupe-Collection.
→ Sommer-Limonaden und Sirup-Kombinationen: Sommer-Limonaden mit Tiroler Sirupen
→ Cocktails mit Hollerblütensirup: Hollerblüten-Sirup — Sommer-Cocktail
Alles zusammen: die süße Jausn
Wer Honig, Schokolade und Sirupe zusammendenkt, bekommt eine Jausn, die auch als Dessert trägt: Bergkäse mit Honig mit Nüssen, dazu ein Stück Edelbitter mit Preiselbeere, ein Glas Heidelbeerspritzer. Das braucht keine Anleitung — es ergibt sich von selbst.
Die süße Seite Tirols ist kein Nachtrag. Sie ist genauso handgemacht, genauso konkret herkunftsbezogen wie der Speck oder der Käse. Kleine Imker, saisonale Ernte, echte Bergfrüchte — das schmeckt man.
Griaß di aus dem Zillertal.
Alle Themen dieses Guides im Überblick:
- Zillertaler Bienenhonig — Imker-Porträt
- Honig zu Käse — die besten Paare
- Tiroler Schokolade — Verkostung
- Glocknerkugeln — das Osttiroler Mitbringsel
- Sommer-Limonaden mit Tiroler Sirupen
- Hollerblüten-Sirup — Sommer-Cocktail
